Situation der Professorinnen am KIT
Ziel des Projektes ist es, die Rahmenbedingungen, unter denen Hochschullehrerinnen am KIT arbeiten, unter direktem Einbezug der betroffenen Wissenschaftlerinnen zu erheben und zu analysieren. Nach 2021 wurde 2025 ein weiteres Mal neben Datenauswertungen zu Vergütung, Ausstattung und Sichtbarkeit eine Online-Befragung aller Hochschullehrerinnen und -lehrer durchgeführt. Die Zielgruppe wurde unter anderem dazu befragt, wie sie die Arbeits- und Rahmenbedingungen am KIT empfinden und ob sie mit ihrer Ausstattung, Arbeitsbelastung und -auslastung zufrieden sind.
Wie bereits in der ersten Erhebung ergab die Datenauswertung zu Vergütung, Ausstattung und Sichtbarkeit im Rahmen der zweiten Erhebung keinen systematischen Gender Pay Gap. Überwiegend zeigte sich sogar eine weitere Verbesserung der Situation der Frauen gegenüber der ersten Erhebung. Die Online-Befragung ermöglichte es, auch dank einer Rücklaufquote von 48%, ein umfassendes Stimmungsbild zu Arbeitsbedingungen und -klima am KIT zu gewinnen.
Eine Auswahl der Ergebnisse:
- 74% der Befragten (84,9% der Frauen) stimmten (voll) zu, Wertschätzung während ihrer Berufungs- bzw. Bleibeverhandlungen erlebt zu haben. (Das bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber der ersten Befragung, in der Männer noch häufiger und Frauen seltener (volle) Zustimmung zeigten.)
- Rund 80% der Befragten – und damit ein etwas höherer Anteil als in der ersten Befragung – würden das KIT als Arbeitgeber weiterempfehlen. (Dies geht v.a. auf ein Plus von 20% für die Frauen gegenüber der ersten Befragung zurück.)
- Nur ca. 55% der Befragten waren (eher) zufrieden mit ihrer Zeitaufteilung zwischen Berufs- und Privatleben, womit sich keine Veränderung gegenüber der ersten Befragung zeigt.
- Nur 32% der Befragten stimmten der Aussage, Mitgestaltungsmöglichkeiten bei wichtigen strategischen Aspekten am KIT zu haben, (eher) zu. Nichtsdestotrotz bedeutet dies eine leichte Verbesserung gegenüber der ersten Befragung.
- Frauen berichteten fast durchweg häufiger als Männer von selbst erlebten und/oder beobachteten Benachteiligungen bzw. verbalen Übergriffen. Dies stellte sich in der ersten Befragung ebenso dar.
Die Ergebnisse wurden in den Gremien des KIT vorgestellt und diskutiert.
Gleichstellungsfördernde Maßnahmen werden fortgesetzt, um die Situation weiter zu verbessern.
Eine dritte Befragung aller Hochschullehrerinnen und -lehrer des KIT ist für 2027/28 geplant.
