KIT für ALLE!

Am 21. November 2025 fand am KIT der Veranstaltungstag KIT für ALLE! statt – ein ganzer Tag voller Impulse rund um Diversität und Chancengerechtigkeit. Der Tag bot Teilnehmenden die Möglichkeit, neue Perspektiven kennenzulernen, eigene Erfahrungen einzubringen und gemeinsam an einer inklusiveren Zukunft des KIT zu arbeiten.
Mit „KIT für ALLE!“ setzte das KIT im Herbst 2025 ein starkes Zeichen: Diversität und Chancengerechtigkeit sind nicht nur Leitlinien, sondern gelebte Praxis. Über den gesamten Tag hinweg kamen Studierende, Mitarbeitende sowie externe Interessierte zusammen, um sich mit Fragen rund um Gender, Intersektionalität, diskriminierungssensible Kommunikation und inklusives Miteinander auseinanderzusetzen. Das Programm bot Raum für fachlichen Input, persönliche Reflexion und kreativen Austausch.
Vielfältige Impulse am Vormittag
Der Tag begann mit einer Reihe inspirierender Impulsvorträge. Den Auftakt machte Prof. Dr. Annette Leßmöllmann, die in ihrem Vortrag „Über Geschlecht und Gender streiten – Learnings aus der Forschung für die Praxis“ darüber sprach, wie gesellschaftliche Debatten konstruktiv geführt und wissenschaftliche Erkenntnisse für die Hochschulpraxis genutzt werden können. Anschließend beleuchtete Prof. Dr. Petra Nieken in „Of Data and Discrimination – Bias in AI“ die Rolle algorithmischer Verzerrungen und deren Auswirkungen auf unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen. Ein Thema, das angesichts wachsender KI-Anwendungen am KIT besondere Relevanz besitzt. Auch der Vortrag von Prof. Dr. Christoph Kirchlechner stieß auf großes Interesse: Unter dem Titel „Zuhören statt wegsehen“ stellte er das Konzept der Vertrauenspersonen am IAM-MMI vor und zeigte, wie niedrigschwellige Unterstützung ein wertschätzendes Arbeitsumfeld fördern kann.
Den Abschluss des Vormittags bildete eine Podiumsdiskussion zur Frage „Chancengerechtigkeit am KIT – wo stehen wir? Und wo wollen wir hin?“, bei der Akteurinnen und Akteure aus unterschiedlichen Bereichen des KIT über Fortschritte, Herausforderungen und gemeinsame Ziele sprachen.
Austausch und Begegnung beim Markt der Möglichkeiten
Während der Mittagszeit lud ein „Coffee Break“ mit Marktständen zum informellen Austausch ein. Verschiedene Initiativen, Netzwerke und Projekte stellten ihre Arbeit vor – von Gleichstellungsaktivitäten über Unterstützungsangebote bis hin zu studentischen und wissenschaftlichen Communities, die Vielfalt am KIT gestalten und sichtbar machen. Für viele Teilnehmende bot dieser Teil des Programms eine wertvolle Gelegenheit, niedrigschwellig ins Gespräch zu kommen und neue Verbindungen zu knüpfen.
Workshops: Vom Wissen ins Handeln kommen
Am Nachmittag standen interaktive Workshops im Mittelpunkt, die Teilnehmende dazu einluden, selbst aktiv zu werden. Dabei wurden sowohl deutsch- als auch englischsprachige Formate angeboten, um möglichst vielen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen.
So vermittelte der Workshop „Nicht mit mir! – Alltagsinterventionen gegen Diskriminierung“ praxisnahe Strategien, um Diskriminierung im Alltag verbal und nonverbal entgegenzutreten. Parallel beschäftigte sich der englischsprachige Workshop „From Awareness to Action – How to be an Ally“ mit der Frage, wie Unterstützungsbereitschaft in konkretes Handeln übergehen kann. Am späteren Nachmittag standen zudem Workshops zu Vorbildern („Sichtbar werden“) sowie zu inklusiver Führung („Inclusive Leadership – building teams where everyone belongs“) auf dem Programm. Die Formate zeigten eindrücklich, dass Diversität und Allyship keine abstrakten Begriffe sind, sondern gelernt, diskutiert und gelebt werden können.
Kultureller Abschluss: „We are Part of Culture“
Den feierlichen Ausklang bildete die Vernissage der queeren Kunst- und Geschichtsausstellung „We are Part of Culture“ im Foyer des Audimax. Die Ausstellung machte sichtbar, wie vielfältig kulturelle Identitäten sind und welchen Beitrag queere Persönlichkeiten in Vergangenheit und Gegenwart leisten. Sie lud dazu ein, Diversität nicht nur wissensbasiert, sondern auch ästhetisch und emotional zu erfahren.
Ein starkes Signal für ein inklusives KIT
Ob Impulse aus der Forschung, persönliche Gespräche oder interaktive Lernformate – der Veranstaltungstag „KIT für ALLE!“ zeigte, wie groß das Engagement für Diversität, Teilhabe und Chancengerechtigkeit am KIT ist. Die Veranstaltung unterstreicht, wie wichtig es ist, Perspektivenvielfalt sichtbar zu machen und gemeinsam daran zu arbeiten, Barrieren abzubauen und ein KIT zu gestalten, das wirklich für alle da ist.


